Veranstaltungen & Projekte

Veranstaltungskalender für 2018:

Der Osten räumt auf: 21. April
Flohmarkt:
07. April · 05. Mai · 02. Juni · 07. Juli · 04. August · 01. September · 06. Oktober
Neustädter Frühstück: 17. Juni
Stammtisch:
jeden letzten Mittwoch des Monats, 19 Uhr

Aktuelle Informationen finden Sie in unserem Facebook-Auftritt.

Denkmals- und Brauchtumspflege
Unser Verein hat sich seit seiner Gründung in die Erhaltung und Wiederherstellung der gründerzeitlichen Baustrukturen eingebracht. Gebäude mit einer besonderen Bedeutung oder solche, in denen besondere Menschen lebten, wurden von uns mit Hinweisschildern gekennzeichnet. Eine der komplexesten Aufgaben war die Rekonstruktion des historischen Gaskandelabers auf dem Neustädter Markt, die nur durch die Unterstützung zahlreicher Bürger, Firmen und Institutionen gelingen konnte. Eine ähnlich große Herausforderung stellt die von uns angestrebte Wiederaufstellung einer historischen Handschwengelpumpe auf dem Markt dar. Grundlage dieser Aktivitäten sind immer aufwändige heimatgeschichtliche Recherchen. Ebenso verhält es sich mit den Bemühungen um die Ehrung von Opfern des Nationalsozialismus durch die Verlegung von "Stolpersteinen".

Mindestens ebenso wichtig wie die bauliche Erhaltung, ist uns die lebendige Erhaltung von Bräuchen und Traditionen. Davon zeugen Veranstaltungen wie Walpurgis- und Sonnwendfeuer oder die gemeinsam mit der evangelischen Kirchgemeinde begangene Johannisandacht im Bürgergarten und die Kinderveranstaltung zum Martinstag.

Welche dieser Projekte besonders im Mittelpunkt stehen, hängt immer in erster Linie von den Bürgern ab, die sie voran bringen. Wenn Sie also heimatgeschichtlich interessiert sind, sind Sie herzlich zur Mitarbeit eingeladen.

Kunst & Kultur
Die kulturelle Belebung unseres Viertels war und bleibt einer der zentralen Punkte für unseren Verein. Kultur im weitesten Sinne und für jung und alt. Mit dem Neustädter Frühstück, dem Jazz-Frühschoppen auf dem Neustädter Markt und dem Adventsmarkt setzen wir regelmäßige Akzente auf dem Kalender. Darüber hinaus ergreifen wir jede Gelegenheit, Künstler bei deren Tätigkeit in unserem Wohngebiet zu unterstützen, sie zu ermutigen, sich in Neustadt-Neuschönefeld zu betätigen. So organisieren wir selbst Lesungen, Konzerte, Theateraufführungen oder Ausstellungen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Oder wir versuchen einfach die Partner zusammen zu bringen, die gemeinsam wirken können. Über viele Jahre waren wir Veranstalter des Neustädter Kunstfestes "Kunst am Markt". Wir freuen uns, dass es jetzt mit dem Pöge-Haus e.V. einen engagierten und kompetenteren Träger gefunden hat. Wenn Sie selbst Ideen haben oder Unterstützung benötigen, sind wir gern für Sie da.

Ordnung & Sicherheit
Ordnung und Sicherheit tragen, wie alle Umfragen bestätigen, beachtlich zu einer lebenswerten Umwelt bei. Der Bürgerverein verfolgt dazu eine Reihe von Aktivitäten. Wir arbeiten aktiv in der AG "SOS" im Leipziger Osten mit, pflegen den Kontakt zu Polizei und Ordnungsbehörden. Mit unserer regelmäßigen Teilnahme an der Aktion "Der Osten räumt auf" setzen wir ein Zeichen gegen die Verwahrlosung. Die Aufstellung der "Neustädter Hundeklos" hat das Problem der Hinterlassenschaften der Vierbeiner auf Wegen und Plätzen deutlich gemindert. (Auch wenn die Leerung der Behälter ein zweifelhaftes Vergnügen ist. Wir bitte Sie alle, Ihren Beitrag zur Erhaltung des Wohnumfeldes zu leisten. Helfer und Unterstützer sind jederzeit willkommen!

Das Neustädter Frühstück findet einmal im Jahr, in der Regel vierzehn Tage vor den Sommerferien, auf dem Neustädter Markt statt. Die wohl schönste und größte Veranstaltung, deren Idee auf Familie Scheffen/ Selbstnutzer-Initiative zurück geht, ist es, das Gründerzeitviertel Neustadt mit all seinem baulichen Charme und seiner kulturellen Vielfalt den Leipziger Bürgern nahe zu bringen.

Der Bürgerverein versteht sich dabei lediglich als Organisator. Gastgeber und "Veranstalter" sind die meist fünfzig bis sechzig Vereine, Firmen, Familien oder Initiativen, die einen der bereitgestellten Frühstückstische nach ihren Vorstellungen decken und die Gäste zum Frühstück und zum Gespräch einladen. Die Vielfältigkeit der Lebensweisen und Kulturen und der Einfallsreichtum der Gastgeber ergeben dann ein Gesamtprogramm, das selbst einem "Veranstalter-Team" kaum besser einfallen könnte.

Wenn Sie selbst Gastgeber werden wollen, geben Sie uns Bescheid! Kosten entstehen Ihnen ausschließlich für Ihr Frühstücksangebot. Die drei kreativsten Frühstückstische werden von einer unabhängigen Jury prämiert.

Bilder vom Neustädter Frühstück finden Sie in unseren Impressionen.

Siebenmal im Jahr veranstalten wir einen Flohmarkt auf dem großen Parkplatz an der Eisenbahnstraße. Meist am ersten Sonnabend der Monate April bis Oktober. Die genauen Termine finden Sie auf unserer Startseite. Jeder nichtgewerbliche Trödler ist herzlich eingeladen seine "Waren" anzubieten. Standgebühren werden nicht erhoben, lediglich um eine kleine Spende zur Kostenbeteiligung gebeten. Wir bitten alle Trödler den Platz ordentlich zu verlassen!

Bilder vom Flohmarkt Leipziger Osten finden Sie in unseren Impressionen.

Im Leipziger Osten sind Buchläden rar geworden. Unser Verein verfügt mittlerweile über einen riesigen Bestand antiquarischer Bücher. Diesen möchten wir wieder in Umlauf bringen. In unserem Vereinsladen soll man zukünftig Bücher zu günstigen kaufen oder, bei einer Tasse Kaffee oder Cappuccino auch einfach nur lesen und reden können.

Außerdem wollen wir kleine, bürgernahe Dienstleistungen - Fax- oder Internet-Zugang, Informationen zu Stadt und Stadtteil,u.ä.. Wir suchen interessierte Mitstreiter, die uns dabei unterstützen das Lese-Café regelmäßig zu öffnen. Bücherspenden nehmen wir selbstverständlich gern entgegen, bzw. holen die nach Absprache auch ab.

Erstmals verlieh der Bürgerverein Neustädter Markt am 22. September 2013 den „Karli-Krüger-Preis“ für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement im Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld. Im Rahmen des Jazzfrühschoppens auf dem Neustädter Markt wurde als erster Preisträger der Namensgeber selbst, Karl „Karli“ Krüger, ausgezeichnet.

Karli Krüger, geboren 1958 in Wernigerode, seit 1971 im Leipziger Osten wohnhaft und seit 1999 Mitglied im Bürgerverein, wurde aus mehreren Gründen die doppelte Ehre zuteil, zugleich Namensgeber und erster Träger des Preises zu werden. Der Vereinsvorsitzende Henry Hufenreuter hob in seiner Laudatio hervor, dass Karli Krüger, obwohl schwer krank, seit vielen Jahren größten Einsatz bei allen möglichen Vorhaben des Bürgervereins zeige. Er habe ein positives Menschenbild, sei gegen jedermann freundlich und behandle alle als gleichwertig. Auch und vor allem stelle Karli Krüger ein Bindeglied dar zwischen der Bürgerschaft des Viertels und denen, die eher Außenseiter der Gesellschaft sind: Er aktiviere regelmäßig erwerbslose Mitbürger, sich ebenfalls für den Bürgerverein zu engagieren, und sei damit eine echte Integrationsfigur.

Der „Karli-Krüger-Preis“ ist mit 50 Euro dotiert, die aus Spenden der Vereinsmitglieder kommen, sowie einer Tonplakette mit zwei Händen, die für das gemeinsame Tun bzw. für das engagierte Miteinander im Viertel stehen. Entworfen und getöpfert hat die Plakette Vereinsmitglied Gunhild Tauber. Der Preis soll von nun an jährlich verliehen werden. Der Bürgerverein freut sich auf Vorschläge aus der Bevölkerung, wer den Preis verdient hat.

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Kunstfestes „Kunst am Markt“ und der Kunstwoche ging es vordergründig um eine künstlerische Belebung des Pöge-Hauses und des Neustädter Markts. Das leer stehende Wohnhaus wurde mit aktuellen, ortsbezogenen künstlerischen Arbeiten gefüllt und bot allen Kunstinteressierten eine Alternative zum traditionellen Kunstbetrieb.

Junge Leipziger Künstler_innen und Studierende des Instituts für Kunstpädagogik der Universität Leipzig nutzten den vielversprechenden Nährboden des Quartiers, um das Augenmerk auf eben dieses sowie auf dessen enormes kulturelles Potential zu lenken. Anwohner_innen und Besucher_innen konnten die Ausstellung nicht nur aktiv erleben, sondern durch Workshops und Vermittlungsangebote eigenständig weiterentwickeln und beleben.

Über viele Jahre waren wir Veranstalter des Neustädter Kunstfestes "Kunst am Markt". Wir freuen uns, dass es jetzt mit dem Pöge-Haus e.V. einen engagierten und kompetenteren Träger gefunden hat.

Bilder von den Kunstfesten finden Sie in unseren Impressionen.

"...man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen"
Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die von Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden. Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnorten der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen.

Inzwischen (Juli 2009) hat Gunter Demnig über 20.000 Steine in etwa 430 Städten und Gemeinden in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Ungarn gesetzt. Demnigs Intention ist unter anderem den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll auch eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein. Außerdem soll die Markierung der Tatorte, häufig mitten in dichtbesiedelten Bereichen, der von einigen Zeitzeugen vorgebrachten Schutzbehauptung, dass man von den Deportationen nichts mitbekommen habe, in Frage stellen.

Trotz des Namens Stolpersteinegeht es Demnig nicht um ein tatsächliches „Stolpern“. Er zitiert auf die Frage nach dem Namen des Projektes gerne einen Schüler, der nach der Stolpergefahr gefragt, antwortete: „Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen“.

[1] Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine

Der Arbeitskreis Stolpersteine
Nach einem Leserbrief im Journal 4/2010 hat der Bürgerverein zusammen mit der Heilig-Kreuz-Gemeinde, SoJa Leipzig (Sozialdiakonische offene Jugendarbeit) und privat Interessierten sich die Aufgabe gestellt, die Verlegung von Stolpersteinen im Stadtgebiet Neustadt-Neuschönefeld anzustoßen.
Zu diesem Zweck hat sich ein Arbeitskreis gegründet der in Kontakt zum Archiv Bürgerbewegung e.V. steht. Sollte Interesse am Mitwirken bestehen können Sie im Bürgerverein näheres dazu erfahren.

1974 erlosch das Licht des Kandelabers, der damals sein 100- jähriges Bestehen um 2 Jahre verfehlte: denn auf dem Neustädter Markt errichtet wurde dieses Schmuckstück 1876.  Nach seinem Verschwinden begann zu Beginn des neuen Jahrtausends das emsige Treiben rings um den Wiederaufbau. Schließlich gelang es dem Bürgerverein Neustädter Markt e.V., die historische und einzigartige Laterne wieder erleuchten zu lassen.

Dies war nur durch die zahlreichen Sponsoren möglich, wobei sich die Stadtwerke Leipzig und die Sparkasse Leipzig besonders großzügig zeigten. Von Ihnen kamen die größten Beiträge, die so dringend für die Sanierung notwendig waren. Ein hohes Maß an materieller und ideeller Unterstützung kam auch aus den Reihen der Anwohner und Unternehmen. Letztendlich konnte das älteste Wahrzeichen Leipzig-Neustadts nur durch den unermüdlichen Einsatz vieler Menschen wieder auf dem Neustädter Markt errichtet werden.

Für weitere Informationen zum Neustädter Kandelaber ist eine Dokumentation in unserem Büro, Schulze-Delitzsch-Straße 19, Leipzig-Neustadt, erhältlich oder im PDF-Format zum Download verfügbar.

Bilder vom Tag des Wiederaufbaus finden Sie in unseren Impressionen.

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