Gegenseitiges Wahrnehmen am Neustädter Markt

Do, 17.03.2011, 19 Uhr in der Krypta der Heilig-Kreuz Kirche am Neustädter Markt, 04315 Leipzig
Zwei unterschiedliche Lesungen zur Zuwanderungsdebatte bieten sich in diesem Jahr am Neustädter Markt im Rahmen von Leipzig liest. Zwei Romane beleuchten die Thematik von unterschiedlichen Seiten. Im Roman Wunderland beschreibt die studierte Journalistin Sophie Albers (stern online) die Welt eines in Berlin lebenden Einwanderers: Tamar. Sie hat sich bewußt an seine Fersen geheftet, um seine Wahrnehmungen, seine Hoffnungen, seinen Ärger zu verstehen. Eben sein Lebensgefühl in einem Berliner Kiez: Neukölln. Ihren Gegenüber erlebt und beschreibt sie als irritierend-faszinierenden arabischen Macho mit Goldkette, markigen Sprüchen und den ganz anderen Wahrheiten. Die Begegnung soll auf gleicher Augenhöhe stattfinden, kann das gelingen?
S. Lübke

Sa, 19.03.2011, 20 Uhr im Gasthaus zur Tenne, Schulze-Delitzsch-Straße 19, 04315 Leipzig
In der anderen Lesung geht es um die Erfahrung eines jungen Mannes, der aus Belgrad flieht, um sich der Rekrutierung durch die Armee zu entziehen, die ihn aktiv in den Balkan-Krieg einbezogen hätte. Seine Flucht führt ihn nach Deutschland. „Der Balkanizer“ - ein Jugo in Deutschland von Danko Rabrenovic schildert die Flucht nach Deutschland und vor allem sein Ankommen und Bleiben in unserer Gesellschaft. Es ist ehrlich, frech und direkt geschrieben. Er erzählt seine Geschichte als Migrant in Deutschland und beschreibt höchst unterhaltsam, welche skurrilen Begegnungen und Erlebnisse ihn in diesem Land immer wieder verblüffen. Danko Rabrenovic ist heute Radiomoderator und Musiker und wird zu seiner Lesung die Gitarre mitbringen.
S.Lübke
Wo stehen wir Sachsen 20 Jahre nach der Wiedervereinigung?

Fr, 18.03.2011, 19 Uhr im Galerie Hotel im Leipziger Hof, Hedwigstraße 1-3, 04315 Leipzig
Die Herausgeber des Bandes „Die Sachsen im wiedervereinigten Deutschland, Manfred Donsbach, Professor für Kommunikationswissenschaften an der TU Dresden, geboren 1949 in Bad Kreuznach, und Caroline Förster, Lehrbeauftragte und Doktorandin eben dort, nähern sich dem Selbstverständnis der Sachsen „zwanzig Jahre danach“ durch Auswertungen von Befragungen aus dieser Zeit . Fazit scheint zu sein, dass der sich die Bewertung der DDR verbessert in dem Maße in dem die Verbundenheit zum wiedervereinigten Deutschland leidet. Die Autoren führen dies auf mangelnde politische Bildung zurück., der eine oder andere „Eingeborene“ auf eine Objektivierung der Betrachtungsweise. Eine Lesung, die Erkenntnisgewinn verspricht!
H. Hufenreuter



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